Freiwillige Feuerwehr Buchenau/Lahn e. V.
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Geschichte

Die frühen Jahre der Feuerwehr Buchenau

In Buchenau gründete man 1924 eine Freiwillige Feuerwehr und löste damit die bestehende Pflichtfeuerwehr ab. Am Montag, dem 13. April 1925, gab man sich eine Satzung und wählte Heinrich Lenz zum Vorsitzenden und Wehrführer. Johannes Balzer wurde zum Stellvertreter gewählt. Damals war auch Pfarrer Jüngst aktives Mitglied der Wehr. Einige Exemplare der alten Satzung, die dann auch gedruckt worden war, sind noch vorhanden und geben interessante Hinweise für das Auftreten und Verhalten der Wehrmitglieder inner- und außerhalb des Dienstes. Es sind dort sogar Strafen für eventuelles Fehlverhalten aufgezeigt. Es sind den Chronisten aber keine Fälle von Bestrafungen aufgefallen.
Die Ausrüstung und die Geräte waren in einem Nebenraum des Rathauses – dem Spritzenhaus – untergebracht. Neben einem Hydrantenwagen aus dem Jahre 1908 hatte die Gemeinde schon damals eine der modernsten Saug- und Druckpumpen zur Verfügung. Eine Motorpumpe aus dem Jahre 1932 ist noch funktionsfähig und wird gepflegt und gewartet.
Die damalige Wehr wurde, wie auch noch in der Nachkriegszeit, durch einen Hornisten zur Übung und zum Einsatz gerufen. Beispielsweise können sich bestimmt noch einige Buchenauer an Karl Wege (Ackersch Karl) erinnern, wenn er mit dem Motorrad und dem Horn durchs Dorf fuhr. Zur Alarmierung im Ernstfall läutete auch noch die Feuerglocke. 

Nach dem zweiten Weltkrieg kamen am Dienstag, dem 30. Juli 1957 37 Buchenauer Bürger im Sitzungssaal des Rathauses zusammen und beschlossen die Wiedergründung der Wehr. Vorsitzender und Wehrführer wurde Heinrich Acker, Stellvertreter wurde Ernst Heck, Schriftführer Wilhelm Nispel und Kassenwart Hermann Acker, der diese Amt bis 1990 führte. Gerätewart wurde damals Eduard Geßner. Die Niederschrift dieser Sitzung ist hier im Original zu finden. Die Unterkunft befand sich in einem Scheunentrakt neben der Apotheke und wurde schon damals als zu klein angesehen. Ein TSA 1 wurde noch im gleichen Jahr angeschafft. 1961 wurde dann Wolfgang Lißke zum Wehrführer gewählt, er hat dieses Amt mit ganzer Tatkraft bis 1990 ausgefüllt, als er wegen Erreichen der Altersgrenze nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Er wurde zum Ehrenmitglied und Ehrenwehrführer ernannt. Sein Nachfolger wurde Wilfried Petters, der der Wehr im Folgenden 20 Jahre vorsteht, zu seinem Stellvertreter wird Dieter Immel gewählt. Frank Heerdegen wird als Nachfolger für Hermann Acker gewählt. Beide, Lißke und Acker, versprechen der Wehr auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen und dem neuen Vorstand auf die Finger zu sehen. Doch es sollte anders kommen.  

In Folge einer schweren Krankheit verstirbt Wolfgang Lißke im Frühling des selben Jahres. Er war immer der väterliche Freund und gute Geist der Wehr. Von vielen wurde er "Boss" oder auch liebevoll "Amboss" genannt, er bleibt er uns allen im Gedächtnis.

Ein paar Gedanken und Erinnerungen an alte Unterkünfte der Wehr

Die erste Unterkunft der Einsatzgeräte befand sich in einem Nebenraum des Rathauses. Die Gesamtgröße betrug etwa vier mal acht Meter und musste neben Leitern, Schlauchmaterial, Pumpe, Hydrantenwagen aus dem Jahre 1908 auch eine Motorpumpe aus dem Jahre 1932 aufnehmen. Man kann sich vorstellen wie beengt die Wehr untergebracht war. Obwohl es sich nur um einen Nebenraum handelte, sprach man vom Spritzenhaus. Später wurde dieser Raum zur Unterbringung des Leichenwagens genutzt, bis dieser nach dem Bau der Friedhofskapelle nicht mehr benötigt wurde. Später wurde der Raum geteilt und zur Hälfte zum Amtszimmer des damaligen Bürgermeisters des noch selbständigen Ortes Buchenau umgebaut und in die vorhandenen Diensträume integriert. Die andere Hälfte wurde zur Aufbewahrung von Ruhebänken, Blumenkästen und weiteren Gegenständen der Gemeindeverwaltung genutzt. Heute wird der Raum als Lager und Ausstellungsraum des Vereins für Heimatgeschichte genutzt. 

Die zweite Unterkunft befand sich im Untergeschoss eines Gebäudes neben der Apotheke. Es war im Vergleich zur ersten eine noble Feuerwache, bot sie doch Platz genug zum Unterstellen des mittlerweile angeschafften Löschfahrzeuges und des Schlauchwagens. Zu dieser Zeit bestanden die meisten Schläuche aus Hanfmaterial, die nach Übungen oder auch Einsätzen jedes Mal zum Trocknen auf den hinter dem Gebäude stehenden Trockenturm aufgezogen werden mussten – eine schwere Arbeit war es, die schweren nassen Schläuche dort hinaufzuziehen. Später wurden diese Schläuche dann nach Marburg in die Trocknungstürme verbracht. Mit wachsenden Aufgaben und einer weiteren personellen Aufstockung wurden die Räume aber auch schon bald zu klein. 

Der große Umzug kam dann 1974. Am 12. Oktober zog man in die neuen Räume der Wehr in den angegliederten Bau des Bürgerhauses um. Hier war nun endlich genügend Raum für die Ausrüstung und auch die immer notwendiger werdenden Schulungen der Feuerwehrleute vorhanden. Ergänzt wurde das Angebot durch die sanitären Einrichtungen und Duschen für die Zeit nach dem Einsatz. Die Ausrüstung konnte weiter mit der Anschaffung eines LF 8 und eines Mannschaftsbusses vervollständigt werden. Alle Fahrzeuge sind mit Funk ausgerüstet und können mit der Leitstelle, sowie über Handsprechfunkgeräte mit der Einsatzmannschaft Verbindung halten.

Die Ausrüstung der Wehr

Fahrzeuge und Geräte 1985:

1 LF 8   Löschgruppenfahrzeug mit neun Mann Besatzung. Fahrgestell Opel Blitz Baujahr 1968, Aufbau und Pumpen Fa. Ziegler. Die Wasserförderung kann von zwei Pumpen aufgenommen werden. Die Vorbaupumpe liefert 800 Liter Wasser pro Minute, bei einer Druckverstärkung von acht bar. Die eingeschobene Tragkraftspritze (TS) liefert die gleiche Menge an Wasser.
1 MTW   Mannschaftstransportwagen, neun Mann Besatzung. Fahrgestell VW Bus, Beladung: Armaturen zur Wasserentnahme, Unterflurhydrant und Schlauchmaterial für den Erstangriff.

Weiterhin sind zu dieser Zeit noch diverse Anhänger im Dienst: Ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) Bauj. 1958, ein Schlauchanhänger mit 400 Metern B - Schlauch und ein Anhänger mit Ölbindemittel.

Da der Mannschaftstransportbus in die Jahre kam, wird 1988 ein gebrauchter Bus von der Polizei erworben, Schäden ausgebessert und lackiert. Die Kosten hierfür wurden von der Vereinskasse und einer großzügigen Spende getragen. 

Wolfgang Lißke hatte zu seiner Zeit jedoch für die Arbeit der Feuerwehr gut vorgesorgt und so wurden wichtige Veränderungen in Angriff genommen, die er noch geplant und schon vorbereitet hatte. Das Löschgruppenfahrzeug ist 23 Jahre alt und entspricht nicht mehr den Anforderungen. Da eine Weiterentwicklung auch in der Technik der Löschgruppenfahrzeuge stattgefunden hat, beschafft die Gemeinde Dautphetal 1991 für den Schutz ihrer Bürger ein LF 8/6 mit der Zusatzbeladung Gefahrgut. Ein großer Vorteil ist die mitgeführte Wassermenge von 600 Litern. Es kann unmittelbar nach Erreichen der Einsatzstelle mit dem Löschangriff begonnen werden und Wasser steht sofort zur Verfügung. Die Zusatzbeladung Gefahrgut ist in erster Linie für den Erstangriff ausgelegt, bis weitere Kräfte nachrücken. Fahrgestell und Aufbauten hat die Firma Iveco (Ulm) ausgeführt.

Damit entstehen neue Aufgaben für die Aktiven, die jedoch durch Ausbildung und Lehrgänge gemeistert werden. Die Wehrführung beschließt im selben Jahr ein weiteres Fahrzeug aus Vereinsmitteln anzuschaffen, einen Gerätewagen-Nachschub (GW-N). Dies war notwendig, um den vorhandenen Schlauchanhänger ziehen zu können und, da das neue LF 8/6 nur eine Heckpumpe hat, die TS zur Wasserlieferung über längere Wegstrecke aufzunehmen. In sehr vielen Arbeitsstunden haben Siegfried Immel und seine Helfer aus einem weniger gut aussehendem Mercedes Doppelkabiner-Fahrzeug ein schmuckes Feuerwehrfahrzeug gebaut, um das uns manch andere Feuerwehr beneidete. Es war ein Fahrzeug, das es nicht zu kaufen gab und genau auf die Bedürfnisse der Freiwilligen Feuerwehr Buchenau zugeschnitten. Neben der bereits erwähnten TS trug es Schlauchmaterial, allerlei nötige ”Kleinigkeiten", sowie einen Stromerzeuger und Lichtmast.

 


Die Fahrzeuge im Jahr 1995

Mit einem neuen Fahrzeugpark und mit neuen Aufgaben wird das Ende des Jahrtausends angegangen. Mit viel Fleiß und Kameradschaft werden Lehrgänge und Übungen besucht, große und kleine Einsätze abgearbeitet. Bedingt durch einen Wohnungswechsel nach Engelbach in 1992 kann Dieter Immel nicht mehr stellvertretender Wehrführer sein, sein Bruder Dirk Immel übernimmt die Aufgaben. Im selben Jahr war eine tote Person zu bergen, die in einem Wohnwagen verbrannte, für manch einen Kameraden kein einfacher Einsatz. Beim Grenzgangfest 1992 leistete der MTW wiederum gute Dienste.

Im Jahr 2008 nehmen Reparaturen und Probleme mit dem 1992 aufgebauten GW-N zu. Mit der Aufnahme des Fahrzeugs in den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Gemeinde Dautphetal einige Jahre zuvor, wurde der Bedarf an diesem Fahrzeug festgeschrieben. In einem Arbeitskreis erstellt man unter Federführung von Siegfried Immel ein Konzept, wie man dieses Fahrzeug sinnvoll ersetzen kann und legt es den Gremien der Gemeinde zur Entscheidung vor. Das Löschgruppenfahrzeug soll demnach als einzigen Einsatzzweck wieder die Brandbekämpfung und einfache technische Hilfeleistung erhalten, die Materialien für die Hilfe bei Gefahrguteinsätzen plant man auf ein neues Fahrzeug. Man einigt sich auf das Konzept eines kleinen Wechselladerfahrzeugs, das neben einem Gefahrgutcontainer mit Zulademöglichkeiten auch einen Einsatzleitcontainer für die Gemeinde Dautphetal tragen soll.

 


Neben einer schriftlichen Ausarbeitung werden auch
Zeichnungen in der Planungsphase angefertigt

Noch im selben Jahr wird ein Fahrzeug durch die Gemeinde Dautphetal beschafft.

 


Das beschaffte Fahrzeug bei der Auslieferung

Im Winter 2008/2009 verbringt man viele Stunden mit Schleif- und Lackierarbeiten, Elektroausbauten und feuerwehrtechnischer Ausrüstung. Anfang 2009 wird der Gefahrgutcontainer ausgeliefert, bis zum Tag der offenen Tür 2009 wird er mit Ausbauten versehen und das LF 8/6 zweckmäßig umgebaut. Auch der Einsatzleitcontainer wird zum Tag der offenen Tür 2009 vorgestellt. Die mit gekaufte Schüttmulde wird rot lackiert und steht der Feuerwehr ebenfalls zur Verfügung.

 


Das Wechselladerfahrzeug nach den Um- und Ausbauarbeiten

Mit großen Veränderungen an den Fahrzeugen und dem Konzept der Feuerwehr Buchenau endet somit das Jahr 2009 für die Feuerwehr Buchenau.

Freiwillige Feuerwehr wird/ist e.V.

Ein weiterer Einschnitt in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Buchenau fand 1993 statt. Da man sich bis dato in einem nicht befriedigenden Haftungsengpass bezüglich des Vereins befand, wurde beschlossen, den eingetragenen Verein Freiwillige Feuerwehr Buchenau e.V. ins Leben zu rufen.

Eine Satzung wird beschlossen und der Verein als e. V. beim Amtsgericht in Biedenkopf eingetragen. Der Vorstand wird durch den geschäftsführenden Vorstand erweitert, ihm gehören der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende, der Schriftführer und der Kassierer an. Unberührt davon bleiben die Richtlinien nach dem hessischem Brandschutzhilfeleistungsgesetz für Einsatzabteilungen.

Durch das Vereinsziel der Förderung des Brandschutzes wird der Freiwilligen Feuerwehr Buchenau e.V. die Gemeinnützigkeit und damit die Berechtigung Spendenbescheinigungen ausstellen zu dürfen, zuerkannt. 

1995 werden bei den Neuwahlen folgende Kameraden in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender und Wehrführer   Wilfried Petters
2. Vorsitzender und stellv. Wehrführer  Dirk Immel
Schriftführer Klaus Simshäuser
1. Kassierer  Frank Heerdegen
2. Kassierer Friedrich Wilhelm Schäfer
Gerätewarte  Erich Löber
Siegfried Immel
Jörg Immel
Atemschutzgerätewart  Volker Hedderich
Jugendwarte  Dirk Immel
Mark Noll
Zeugwart Albert Pracht
Beisitzer  Heinrich Wege (Antjes Heiner)

Im Jahr 2000 setzt sich der Vorstand folgendermaßen zusammen:

1. Vorsitzender und Wehrführer   Wilfried Petters
2. Vorsitzender und stellv. Wehrführer  Dirk Immel
Schriftführer Klaus Simshäuser
1. Kassierer  Frank Heerdegen
2. Kassierer Stefan Landschneider
Gerätewarte Siegfried Immel
Jörg Immel
Heiko Dersch
Atemschutzgerätewart  Thomas Geßner
Zeugwart Erich Löber
Jugendwarte  Mark Noll
Sascha Balzer
Beisitzer Albert Pracht

Im Jahr 2005 setzt sich der Vorstand folgendermaßen zusammen:

1. Vorsitzender und Wehrführer   Wilfried Petters
2. Vorsitzender und stellv. Wehrführer  Heiko Dersch
Schriftführer Klaus Simshäuser
1. Kassierer  Stefan Landschneider
2. Kassierer Thomas Geßner
  Siegfried Immel
Jörg Immel
Sven Balzer
Atemschutzgerätewart  Stefan Boß
Zeugwart Dirk Immel 
Jugendwarte  Mark Noll
Sascha Balzer
Beisitzer Frank Heerdegen

 Im Jahr 2010 setzt sich der Vorstand folgendermaßen zusammen:

1. Vorsitzender und Wehrführer  Dirk Immel
2. Vorsitzender und stellv. Wehrführer Heiko Dersch
SchriftführerNils Schöbener
1. Kassierer Stefan Landschneider
2. KassiererThomas Geßner
 Siegfried Immel
Jörg Immel
Sascha Balzer
Atemschutzgerätewart Stefan Boß
ZeugwartMark Noll
Jugendwarte Elisa Immel
Vanessa Veit
BeisitzerWilfried Petters

 

Der Verpflegungungstrupp der Feuerwehr

Durch Abzug der Küche aus dem Fernmeldezug in Holzhausen trat 1995 das Problem der Zubereitung der Erbsensuppe am Tag der offenen Tür auf. Gemeinsam mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Holzhausen wurde eine alte, aber nie benutzte Feldküche der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR angekauft. Die Technik ist ebenso einfach wie pfiffig, so sind wir in der Lage zu allen Gelegenheiten zu kochen. Rot lackiert und durch Siegfried Immel und fleißige Helfe technisch auf Vordermann gebracht, wurde sie im Herbst 1995 an der Schutzhütte in Allendorf von den Holzhäuser und Buchenauer Wehrleuten und deren Familien mit Feuerwasser getauft. Das zubereitete Gulasch war hervorragend.

Die Küche wird vom "1. Dautphetaler Verpflegungstrupp" betrieben, der je zu gleichen Teilen von Kameraden aus Holzhausen und Buchenau besetzt ist. Eine Besonderheit in der Bekleidung der Köche ist, dass die Kameraden aus Holzhausen einen Aufdruck der Installationsfirma F.-W. Schäfer aus Buchenau und die Kameraden aus Buchenau einen der Firma F.-W. Reuter aus Holzhausen tragen. Dies ist Ausdruck der freundschaftlichen Beziehungen beider Wehren über Jahrzehnte. Die Küche stellt ihre Zuverlässigkeit und Schlagkraft auch auf den jährlichen Adventsmärkten in Buchenau seit 1998 beim Erhitzen von Glühwein und Apfelwein unter Beweis.

Nachdem sich technische Probleme mit der alten Einspritztechnik mehrten, wurden ausgediente Heizungsbrenner montiert.

Die Jugendarbeit

Um ein Weiterbestehen auch für die Zukunft zu sichern, ist die Jugendarbeit auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Buchenau ein Muss. Begonnen durch Albert Pracht und weitergeführt von Dirk Immel zählen im Schnitt ca. 16 Mädchen und Jungen zur Jugendfeuerwehr. Neben den feuerwehrtechnischen Unterrichten steht immer viel Spiel und Spaß auf dem Programm. Eine Aufgabe der Jugendfeuerwehr ist das Reinigen des Tretbeckens und das Laubkehren am Jungfernbrunnen. Hier sind die Jugendfeuerwehrleute schon viele Jahre selbstlos aktiv. Als Anerkennung für die Ausbilder steht sicherlich die Übernahme der Jugendlichen in die Einsatzabteilung der Wehr, die mit dem Erreichen des 17. Lebensjahres erfolgt. 1999 wurde zum ersten mal in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Buchenau ein weibliches Mitglied in die Einsatzabteilung übernommen - Kathrin, die Tochter des damaligen Wehrführers. Aber noch weitere junge Damen sollten ihr in die Einsatzabteilung folgen. Im Jahr 2012 sind mit Elisa Immel und Vanessa Veit zwei weibliche Mitglieder aktiv, sie kümmern sich auch um die Jugendarbeit. Die Jugendfeuerwehr wird neben Dirk Immel, dem Mohren der Grenzgänge 1992, 1999 und 2006, sowie von Mark Noll, dem Burschenoberst 1999 und stellv. Bürgeroberst 2006 und 2013 geleitet. Im Jahr 2000 übernimmt Mark Noll die Jugendfeuerwehr verantwortlich und Sascha Balzer steht im als Stellvertreter bei. Im Jahr 2010 werden Elisa Immel und Vanessa Veit als Jugendleiterinnen gewählt.

Die neue Organisationsform der Feuerwehren Dautphetals

Mit der Gebietsreform 1975 tragen die Freiwilligen Feuerwehren den Namen Freiwillige Feuerwehr Dautphetal und den Ortsteil als Zusat, so z.B. Freiwillige Feuerwehr Dautphetal-Buchenau. Dies führt zu Beginn der Zusammenarbeit zu manchen Spannungen und Rivalitäten. Um die Zusammenarbeit zu fördern, hat der Gesetzgeber den Wehrführerausschuss ins Leben gerufen. Ihm gehören der Ortsbrandmeister (später Gemeindebrandinspektor genannt) ein Stellvertreter, sowie die Wehrführer und stellvertretenden Wehrführer der Ortsteile, sowie die Fachgebietsleiter an. In diesem Gremium werden gemeinsam alle Dinge, die den Brandschutz in Dautphetal betreffen, besprochen und entschieden. Dies funktioniert sehr gut und man kann von einer sehr guten Zusammenarbeit sprechen.
Wichtig ist, dass die Feuerwehren im Ernstfall gut zusammenarbeiten müssen. So ist bei den Freiwilligen Feuerwehren Dautphetals das Ortsteildenken größtenteils nicht mehr vorhanden, da man mittlerweile erkannt hat, dass das Ziel eines optimalen Brandschutzes auch der gemeinsam Weg ist. Im Jahr 1999 tragen aus Buchenau neben Wilfried Petters als Wehrführer und Stellvertreter Dirk Immel, Volker Hedderich als Fachgebietsleiter Atemschutz und Siegfried Immel als Fachgebietsleiter Technische Unfallhilfe und Ausrüstungslagerverwalter Verantwortung für alle Feuerwehrleute aus Dautphetal. In den Folgejahren engagieren sich Jörg Immel als Nachfolger für seinen Bruder, sowie Nils Schöbener als Fachgebietsleiter für die Öffentlichkeitsarbeit im Wehrführerausschuss.

Der Wehrführerausschuss beschloss auch eine Spezialisierung der Ortsteilwehren, so dass neben dem normalen Feuerwehrdienst besondere Aufgaben übernommen werden können. 

So ist die Wehr aus Buchenau auf Gefahrgut und Umweltschutz, die aus Friedensdorf auf technische Hilfeleistung (Verkehrsunfälle), die aus Dautphe auf Wasserlieferung im Tank und die aus Holzhausen auf Wasserlieferung über lange Wegstrecke besonders ausgerüstet. Dies betrifft Mannschaft und Gerät.

Als Gemeindebrandinspektor ist zunächst Lothar Becker und als sein Stellvertreter Harry Kieper gewählt.
Im Jahr 1999 wird der Friedensdörfer Lothar Becker in seinem Amt bestätigt, und der Buchenauer stellvertretende Wehrführer Dirk Immel zu seinem Stellvertreter bestimmt. Im Jahr 2003 wird Jörg Immel auf Gemeindeebene der Nachfolger von seinem Bruder Siegfried, er übernimmt die Aufgabe das zentrale Lager zu verwalten und Inventar der Feuerwehr Dautphetal funktionsfähig zu erhalten. Im Jahr 2004 wird der Elmshäuser Ralf Freund als Nachfolger von Lothar Becker bestimmt, ihm zur Seite steht weiterhin als Stellvertreter Dirk Immel, der in der selben Versammlung im Amt bestätigt. 

Bei den Wahlen im Jahr 2006 wird Jörg Immel in seinem Amt als Zeugwart bestätigt, Nils Schöbener wird als Fachgebietsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gewählt, was er bis zum Jahr 2009 ausführt. Nach den Neuwahlen in Buchenau im Jahr 2010 sind neben Jörg Immel nun Dirk Immel und Heiko Dersch als Wehrführung im Wehrführerausschuss tätig.